Von Olympia-Bronze zu Hallenweltmeister-Gold: Der auf Kuba geborene und in Italien eingebürgerte Dreispringer wird für sein Engagement für Solidarität im Sport geehrt.
Andy Díaz Hernández gehört heute zu den bekanntesten Gesichtern der italienischen Leichtathletik. Im Sommer 2025 krönte er seine ohnehin schon beeindruckende Karriere mit einer besonderen Ehrung: dem Fair Play Menarini International Award in der Kategorie “Sport und Solidarität”. Die Auszeichnung gilt nicht nur seinen sportlichen Erfolgen, sondern vor allem seiner Haltung zum Wettkampf, geprägt von Einsatz, Respekt und Großherzigkeit.
Díaz gilt als eine der größten italienischen Medaillenhoffnungen für Los Angeles 2028. Sein Ziel ist klar: wieder aufs Podium und seinen Platz an der absoluten Weltspitze untermauern.
Als Díaz nach Ostia kam, an die Küste unweit von Rom, fand er weit mehr als nur eine Trainingsstätte, er fand eine Familie. Fabrizio Donato, selbst Olympia-Bronzemedaillengewinner im Dreisprung 2012 in London und seit 2017 Botschafter des Internationalen Fair Play Menarini Preises, empfing ihn mit offenen Armen. Gemeinsam mit seiner Frau Patrizia Spuri begleitete Donato ihn auf jedem Schritt seines Weges nach oben. «Er ist mein Vater, mein Trainer», sagt Díaz über ihn, den Mann, der nicht nur seine sportliche Laufbahn neu entfachte, sondern ihm auch durch den bürokratischen Dschungel der Einbürgerung half.
Die Geschichte von Andy Díaz ist eine Botschaft an junge Sportler: sie handelt von Vertrauen, Durchhaltevermögen und Neuerfindung, aber auch vom Mut, neue Wege zu gehen, ohne dabei den Geist des fairen Wettkampfs aus den Augen zu verlieren. Mit seiner bescheidenen Art verkörpert er heute wie kaum ein anderer den Gedanken des Fair Play: ein Champion, der siegt, ohne seine Werte zu verraten, und der andere an seiner Geschichte teilhaben lässt.