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Saša Vujačić: Der richtige Weg zum Sieg

Saša Vujačić bei der Preisverleihung des 29. internationalen Preises “Fair Play Menarini”, Preisträger in der Kategorie „Ein Leben für den Sport“.

 

Saša Vujačić mit Gianmarco Tamberi beim Galadinner des 29. internationalen Preises “Fair Play Menarini”, 2. Juli 2025

Am Abend des 3. Juli 2025 wurde das Römische Theater von Fiesole zum Schauplatz eines Abends, der ganz im Zeichen des Sports und seiner Geschichten stand. Unter warmem Applaus und in einer Atmosphäre echter Feierlichkeit unterstrich der 29. internationale Preis “Fair Play Menarini” die Werte, die jedem Sieg erst seinen eigentlichen Sinn verleihen: Respekt, Einsatz und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das eine Mannschaft ausmacht.

Zu den Ausgezeichneten des Abends gehörte der Basketballspieler Saša Vujačić, der den Preis in der Kategorie “Ein Leben für den Sport” entgegennahm, eine Anerkennung für eine Karriere, die beständig als Maßstab für andere gedient hat. Als zweifacher NBA-Champion und wohlbekannte Persönlichkeit in der italienischen Serie A, wo er für Udine, Venedig, Turin und Verona spielte, steht Vujačić seit jeher für das, was Wettkampfsport in seiner reinsten Form ausmacht: gelebt mit Leidenschaft, getragen von Integrität und beseelt von einem unerschütterlichen Willen zur Aufopferung.

1984 in Slowenien geboren, durchlief Vujačić die Stationen des internationalen Basketballs mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit und machte sich einen Namen, der weit über die europäischen Spielfelder hinaus Bestand hatte. Die prägendsten Jahre seiner Karriere verbrachte er in Los Angeles: im Trikot der Lakers erkämpfte er sich die höchsten Auszeichnungen des Sports und verband sein Schicksal eng mit dem des legendären Kobe Bryant.

Saša Vujačić während der Preisverleihung des 29. internationalen Preises “Fair Play Menarini”, 2. Juli 2025

Seine besondere Verbindung zu Italien teilt er mit Bryant selbst. Der spätere NBA-Star wuchs in mehreren italienischen Städten auf: Rieti, Reggio Calabria, Pistoia und Reggio Emilia. Als Kind war er dorthin gezogen, um seinem Vater Joe Bryant zu folgen, der in den 1980er Jahren als Profibasketballer in der italienischen Liga aktiv war.

Am 17. Juni 2010, als der zweite NBA-Titel zum Greifen nahe war, trat Bryant kurz vor zwei entscheidenden Freiwürfen an Vujačić heran und sprach ihn auf Italienisch an. Niemand in der Halle hatte damit gerechnet, niemand vor dem Bildschirm. Die Geste war vollkommen unvorhergesehen und brachte Millionen von Zuschauern zum Innehalten. Sie hat sich seither fest ins kollektive Gedächtnis des Sports eingeprägt.

Mit dem amerikanischen Erfolg war Vujačićs Weg noch lange nicht zu Ende. Zurück in Europa trug er die Trikots von Baskonia, Efes und Istanbul BB und führte damit eine Profikarriere fort, die sich über nahezu zwei Jahrzehnte erstreckte.

Heute lebt Vujačić weit entfernt vom Parkett. Er hat sich dem Weinbau zugewandt, doch die Lektionen aus fast zwei Jahrzehnten im Profisport hat er nicht hinter sich gelassen. «Richtig gewinnen» ist für ihn keine Floskel, sondern eine täglich gelebte Überzeugung: erkennbar in der Achtung, die er Gegnern entgegenbringt, in der Treue gegenüber Mitspielern und in dem Glauben, dass Wettbewerb seinen Sinn nur dort entfaltet, wo er auf Ehrlichkeit beruht.

Fair Play hat Vujačić nie bewusst zur Schau getragen, es war einfach stets ein Teil von ihm. Seine Worte in Fiesole hatten dieselbe unaufdringliche Qualität: «Diese Auszeichnung zu erhalten ist eine große Ehre. Sie verkörpert alles, woran ich im Leben glaube». Keine Effekthascherei, kein Pathos: nur die ungesuchte Aufrichtigkeit von jemandem, der längst begriffen hat, was Sport in seinem eigentlichen Kern bedeutet.

Dieselbe Haltung prägte auch seine Rückkehr in den italienischen Basketball nach den NBA-Jahren. Er kam nicht als Star, der einen letzten bequemen Auftritt suchte, sondern als echtes Mitglied der Mannschaft: Mitspieler zuerst, Orientierungspunkt für die Jüngeren, bereit, durch sein Beispiel zu zeigen, was es bedeutet, mit echtem Willen zu trainieren, Niederlagen ohne Ausreden hinzunehmen und Erfolge zu feiern, ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.

 

Video ansehen: 29. Fair Play Menarini International Award – Preisverleihung

 

Die Zeremonie vom 3. Juli 2025 war im Grunde eine Hommage an den Sport als Schule für das Leben. Auf einer Bühne, die er mit Persönlichkeiten wie Luis Figo, Demetrio Albertini und Billy Costacurta teilte, brachte Vujačić etwas mit, das weniger glänzend war als eine Karriere voller Höhepunkte, aber nicht weniger dauerhaft: das Zeugnis eines Athleten, der auf höchstem Niveau siegte und dabei nie aufhörte, er selbst zu sein.

Saša Vujačić mit Eugenio Giani, Präsident der Region Toskana, und Michele Cagiano, stellvertretender Direktor von Sky TG24.

Als der Abend zu Ende ging, sprach er über das, was noch vor ihm liegt: vor allem über seinen Wunsch, junge Athleten durch ein greifbares und beständiges Vorbild zu begleiten.

Für Saša Vujačić ist der internationale Preis Fair Play Menarini kein Pokal, den man ins Regal stellt: er ist eine Verpflichtung gegenüber sich selbst und gegenüber den Champions von morgen.

Categories: Fair Play Menarini
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