Ein globales Leiden, das noch immer massiv unterschätzt wird
Der traditionell am ersten Dienstag im Mai begangene Welt-Asthma-Tag ist für die internationale medizinische Fachwelt weit mehr als nur ein symbolischer Termin im Kalender.
Als häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter zieht sich Asthma durch alle Altersklassen: 2019 waren weltweit rund 262 Millionen Menschen betroffen, über 455.000 starben an den Folgen. Diese Zahlen sprechen Bände und unterstreichen die akute Brisanz eines nach wie vor ungelösten Problems. Aus genau diesem Grund hat die Global Initiative for Asthma (GINA) ihre Kampagne 2026 unter ein unmissverständliches Motto gestellt: «Zugang zu entzündungshemmenden Inhalatoren für alle Asthma-Patienten: Eine noch immer dringliche Notwendigkeit».
Die Betonung auf “noch immer” ist alles andere als ein Zufall. Seit Langem drängt die GINA darauf, lückenlos jedem Patienten die Inhalationstherapien zur Verfügung zu stellen, die zur Kontrolle der Erkrankung und zur Vorbeugung akuter Anfälle unverzichtbar sind. Die Umsetzung dieses Ziels in die Praxis erweist sich jedoch weiterhin als eine der gewaltigsten Hürden für das globale Gesundheitswesen.
Als unverzichtbarer Grundpfeiler der Asthmatherapie gelten inhalative Kortikosteroide. Im Gegensatz zu kurzwirksamen Bronchodilatatoren, die bloß die akute Atemnot lindern, packen diese Medikamente das Übel an der Wurzel, indem sie die zugrunde liegende chronische Entzündung eindämmen.
In der klinischen Praxis hat sich die Kombination mit einem langwirksamen Beta-Agonisten in einem einzigen Inhalator als Goldstandard etabliert. Leider klafft zwischen dieser Leitlinie und der tatsächlichen Verfügbarkeit der lebenswichtigen Präparate eine gewaltige Lücke. In einkommensschwächeren Ländern sind steroidhaltige Inhalatoren in nicht einmal einem Drittel der Einrichtungen für die medizinische Grundversorgung vorrätig.
Gesundheit als Menschenrecht: Warum fairer Zugang entscheidend ist
Versorgungslücken machen nicht an geografischen Grenzen halt. Auch in wohlhabenden Industrienationen blockieren systemische, logistische oder infrastrukturelle Hürden den Zugang zu essentiellen Therapien, erschweren die Krankheitskontrolle und kosten unnötig Menschenleben. An diesem Punkt geht die medizinische Herausforderung direkt in eine politische und industrielle Verantwortung über.
Regierungen, Gesundheitspolitik und Pharmaindustrie müssen daher dringend an einem Strang ziehen. Inhalative Kortikosteroide müssen weltweit zu einer verlässlichen und bezahlbaren Ressource werden. Bleibt dieser gemeinsame Einsatz aus, verkommen selbst die besten internationalen Behandlungsleitlinien zur reinen Theorie und das universelle Recht auf Gesundheit wird zu einem Privileg für wenige.
Für freies Atmen: Das Engagement von Menarini
Seit vielen Jahren ist die Menarini-Gruppe eine treibende Kraft in der Pneumologie und Allergologie. Mit Nachdruck fördert das Unternehmen sowohl die wissenschaftliche Forschung als auch die Entwicklung innovativer Therapiekonzepte für Asthma und COPD. Der Welt-Asthma-Tag 2026 ist daher der passende Anlass, um einen zentralen Grundsatz zu unterstreichen: ein gerechter Zugang zu erstklassiger medizinischer Versorgung ist für Menarini kein bloßes Versprechen, sondern das absolute Herzstück der Unternehmensphilosophie. Schließlich darf das fundamentale Recht auf freies Atmen unter keinen Umständen vom Wohnort abhängen.