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Menarini Mexico: Ein schwieriger Aufbruch und der Blick nach vorn

Im Jahr 2008 traf Menarini im Zuge seiner globalen Wachstumsstrategie eine wegweisende Entscheidung: die Gründung einer eigenen Filiale in Mexiko, einem der größten und zugleich anspruchsvollsten Pharmamärkte weltweit. Dieser Schritt war kein Zufall, sondern Teil eines langfristigen Projekts. Bereits mehr als dreißig Jahre zuvor hatte Menarini mit seiner ersten Auslandsniederlassung in Guatemala den Grundstein für seine Internationalisierung gelegt. Von dort aus folgte eine schrittweise Ausdehnung über Mittelamerika und die Dominikanische Republik bis hin zu Kooperationen mit lokalen Pharmaunternehmen in Venezuela, Ecuador, Brasilien, Argentinien und Chile.

Heute sind die Produkte der Menarini-Gruppe in über 100 Ländern auf fünf Kontinenten erhältlich. Das Unternehmen unterhält fünf eigene Forschungszentren und beschäftigt weltweit knapp 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, allein in Lateinamerika sind es rund 600 Festangestellte.

Ein neues Kapitel: Mexiko

Der Start war alles andere als einfach. Das Team zählte gerade einmal 89 Personen, das Produktportfolio umfasste drei Präparate, und zeitweise kamen Lieferungen gar nicht erst im Land an. Doch trotz dieser Widrigkeiten hielt das Team zusammen, und genau das machte den Unterschied.

Der eigentliche Durchbruch kam im Februar 2009: Menarini Mexico brachte zwei neue Wirkstoffe auf den Markt und legte damit den Grundstein für ein stetig wachsendes Portfolio. Heute sind es mehr als 14 Wirkstoffe in fünf Therapiebereichen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schmerztherapie, Atemwegserkrankungen und Allergien, Gastroenterologie sowie sexuelle Gesundheit. Mit innovativen Produkten und modernen biotechnologischen Verfahren versorgt Menarini México Ärzte und Fachkräfte im ganzen Land mit zukunftsweisenden Therapien.

Luis De Carvalho, heute Geschäftsführer der Niederlassung, kam in einer entscheidenden Phase zum Unternehmen. Damals war er als Business Area Manager tätig, als ihn ein Anruf von Michele Bosso auf eine neue Bahn lenkte. Was ihn vom ersten Moment an beeindruckte, war nicht die Strategie, sondern die Menschen. Er traf auf ein Team, das Orientierung suchte und gleichzeitig mit vollem Einsatz hinter dem Unternehmen stand. Gemeinsam krempelten sie die Ärmel hoch: die Strukturen wurden neu ausgerichtet, die Vertriebsstrategie geschärft. Die Ergebnisse sprachen für sich: im Jahr 2024, seinem ersten als Geschäftsführer, erreichte die Filiale erstmals seit fünfzehn Jahren 101 % des Jahresziels.

Heute zählt Menarini Mexico 236 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat die Umsatzmarke von 100 Millionen Dollar geknackt. Der Hauptsitz befindet sich in Mexiko-Stadt, das Unternehmen ist jedoch in allen wichtigen Städten des Landes präsent. Mit einem klaren Bekenntnis zu ethischem Handeln und gelebten Unternehmenswerten hat sich Menarini Mexico einen festen Platz im mexikanischen Pharmamarkt erarbeitet.

Hinter den Zahlen steckt freilich weit mehr. Es sind die Lagermitarbeiter, die nachts schuften, damit Lieferungen pünktlich ankommen. Es sind die Außendienstmitarbeiter, die stundenlang im Stau stehen, nur um einen einzigen Kundentermin wahrzunehmen.

«Wir haben hier etwas Echtes aufgebaut», sagt De Carvalho. «Eine Unternehmenskultur, die auf Ehrlichkeit, gegenseitigem Respekt und aufrichtigem Füreinander basiert. Man spürt, dass man hier dazugehört».

Die Ambitionen für die nächsten Jahre sind groß: 150 Millionen Dollar Umsatz und mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein interdisziplinäres Team arbeitet bereits intensiv daran, neue Produkte nach Mexiko zu bringen. Produkte, die Patientinnen und Patienten direkt zugutekommen sollen, entwickelt und erprobt in den fünf globalen Forschungszentren der Gruppe.

Menarinis Geschichte jenseits der italienischen Grenzen reicht mehr als fünf Jahrzehnte zurück und ist ein eindrucksvolles Zeugnis unternehmerischer Weitsicht und Beharrlichkeit. Was einst als Familienunternehmen in Florenz begann, ist heute ein globaler Konzern, der sein internationales Netzwerk Schritt für Schritt ausgebaut hat, durch eigene Niederlassungen ebenso wie durch strategische Partnerschaften. Die Expansion nach Lateinamerika, beginnend mit der ersten Tochtergesellschaft in Guatemala vor über dreißig Jahren, steht sinnbildlich für diesen geduldigen, langfristig angelegten Wachstumsweg. Das konsequente Streben nach Internationalität, getragen vom Doppelantrieb aus Forschungsexzellenz und geografischer Ausdehnung, hat den Boden bereitet für einen der lebendigsten Märkte der Gruppe: Mexiko.

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